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Katja Schütte Foto: SPD Ortsverein Hameln
Katja Schütte

18. Juni 2021: Inklusive Bildung und Erziehung

Die SPD-Fraktion fordert mit ihrem Antrag ein inklusives Gesamtkonzept für die Hamelner Kitas in zusammenarbeit mit dem Landkreis und den freien Trägern. Hier steht das Kind im Fokus, damit es die benötige Unterstützung bekommt.

Die SPD-Fraktion im Rat der Stadt Hameln möchte, dass jedes Kind in Hameln einen Platz in einer wohnortnahen Kita findet. Für viele Eltern bedeutet die Suche nach einem geeigneten Kitaplatz Stress und Enttäuschung. Besonders für Eltern eines Kindes mit Beeinträchtigung. Auch im Zuge der Inklusion hat sich nur wenig verändert. „Heilpädagogische Gruppen oder inklusive Gruppen sind leider nicht in ausreichender Zahl verfügbar. Und der Bedarf wird weiter steigen,“ sagt Katja Schütte, SPD-Ratsfrau und Heilpädagogin.

Das es anders gehen kann, zeigt der Landkreis und die Stadt Cuxhaven. Hier arbeiten Stadt, Landkreis und die Träger von Kindertagesstätten zusammen und bündeln bedarfsgerecht die Leistungen. Der Förderbedarf einzelner Kinder wird in den Einrichtungen vor Ort durch einen Pool von Therapeuten, Heilpädagogen gedeckt. Das Kind muss nicht zu den einzelnen Hilfsangeboten gebracht werden, sondern die Hilfen kommen zum Kind. „Jedes Kind wird in seiner eigenen Persönlichkeit wahrgenommen, respektiert und gefördert.“ so SPD-Ratsherr und Erzieher Christian Kreich. „Das kann auch die Förderung eines hochbegabten Kindes sein.“ Damit entsteht ein gesellschaftliches Miteinander bereits bei den Kleinsten und eine Win-Win-Situation für Alle.

Die Gruppe SPD / Die Linke stellt daher den Antrag, dass die Verwaltung der Stadt Hameln ein Konzept zur inklusiven Bildung und Erziehung für die Hamelner Kitas erarbeitet. Dies soll in Zusammenarbeit mit den Trägern und dem Landkreis Hameln-Pyrmont entstehen. Das Konzept soll nach der Fertigstellung zeitnah umgesetzt werden.

Der Antrag 153/2021 Konzept zur inklusiven Bildung und Erziehung von Kindern in Kindertagesstätten

Antrag

Hiermit stellt die Gruppe SPD/Die Linke im Rat der Stadt Hameln folgenden Antrag: Die Verwaltung wird beauftragt, ein Konzept zur inklusiven Bildung und Erziehung von Kindern in Kindertagesstätten in Zusammenarbeit mit den Trägern von Kitaeinrichtungen und dem Landkreis Hameln-Pyrmont zu erarbeiten und möglichst zeitnah umzusetzen.

Begründung

Jedes Kind ist einmalig und unverwechselbar. Jedes Kind ist kompetent.

Jedes Kind ist Teil unserer Gesellschaft.

Inklusion ist ein Menschenrecht.

Es bedeutet alle Menschen haben ein Anrecht auf Teilhabe im gesellschaftlichen Leben.

Jedes Kind wird mit seinen Stärken und Schwächen angenommen und erfährt:

Jeder ist anders und so wie ich bin ist es gut.

Das ist gelebte Diversität.

Unser Wunsch ist es, das die Stadt Hameln und der Landkreis Hameln - Pyrmont ein Konzept entwickeln, in dem jedes Kind in seinem nahen Umfeld einen Platz in einer Kindertagesstätte erhält.

Im Landkreis gibt es den Aktionsplan Inklusion und erarbeitete Konzepte des Forums Inklusion, diese sollten in das Konzept zur inklusiven Bildung und Erziehung von Kindern in Kindertagesstätten einfließen.

Außerdem verweisen wir auf das Konzept der Stadt und des Landkreises Cuxhaven.

Dort hat jedes Kind seinen Platz Wohnort nah. Dort werden die bereitgestellten Mittel zur Eingliederung gebündelt und nach örtlichen Bedarfen ausgegeben.

Fachberatungen, Therapeuten, Hilfsmittel und andere Unterstützungsbedarfe werden aus einem Topf finanziert.

Nicht das Kind muss sich anpassen, sondern die Einrichtungen sind für das Kind da.

Quellen:

- Regionales Konzept für die Bildung und Erziehung von Kindern in Kindertagesstätten im Landkreis Cuxhaven

- Hannoversche Kitas auf dem Weg zur Inklusion

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