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2011 Martens
Kirsten Martens

24. Januar 2013: Sozialdemokraten wollen Nachmittagsbetreuung nach dem Hamelner Modell fortführen

„Es ist mitnichten so, dass die Nachmittagsbetreuung an den Hamelner Grundschulen auf Initiative der Fraktionen von CDU und Grünen basiert“ kritisiert SPD-Ratsfrau Kirsten Martens das heutige Radio-Interview des CDU Ratsherrn Walther Kinast. Sie betont: „Die Nachmittagsbetreuung wurde in Hameln aufgrund von Erkenntnissen der städtischen Sozialbilanz eingeführt und seitdem bis heute umgesetzt.“

Sie erinnert an das Ziel eines verlässlichen Betreuungsangebotes an Hamelner Grundschulen. „Nur durch ein solches Angebot ist es vielen Eltern überhaupt erst möglich einer Berufstätigkeit nachzugehen.“ Martens engagiert sich bereits seit Jahren für eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf. „Besonders für alleinerziehende Mütter ist die Nachmittagsbetreuung eine große Hilfe.“

Bei der nachmittäglichen Betreuung handelt es sich um ein freiwilliges Angebot, dass 2001 parallel mit der Einführung der sogenannten <<Verlässlichen Grundschule>> durch die städtische Schulabteilung geschaffen wurde, basierend auf den jeweiligen Bedarfsmeldungen. An insgesamt 9 Grundschulen wurde damit die Betreuung auch nach 13 Uhr sichergestellt.

„Besonders lobenswert ist das Engagement der Papenschule, wo in vielen Gesprächen auf die dort fehlende Betreuung hingewiesen wurde“, hebt die Sozialdemokratin hervor. Auch den Einsatz des damaligen Leiters der Schulabteilung lobt sie: „Er hat sich nicht hinter der fehlenden kommunalen Zuständigkeit versteckt, obwohl es sich ganz klar um eine Landesaufgabe handelte.“ Inzwischen ist das <<Hamelner Modell>> ein Vorbild für viele andere Kommunen.

Kirsten Martens bittet die Verwaltung, auch weiterhin Vorbild zu sein, und das <<Sharing>> zu ermöglichen. „Es ist gut, dass Eltern ihre Kinder auch tageweise anmelden können, und zwar dann, wenn der Betreuungsplatz auch tatsächlich gebraucht wird. So können viel mehr Kinder und ihre Eltern von diesem Angebot profitieren.“ Dies ist nicht nur sozial, sondern auch finanziell günstiger - für die Eltern UND die Stadt.

Rein rechtlich handelt es sich bei der Nachmittagsbetreuung um eine Kindertagesstätte. „Somit hat die Landesschulbehörde keine Befugnisse dort entsprechend einzugreifen", so Martens.

Um den Eltern die notwendige langfristige Planung zu ermöglichen erwartet sie eine schnelle und unbürokratische Lösung. Die SPD-Ratsfrau betont: „Hier sieht man wieder einmal wie dringend der Fachbereichsleiter 3 für Bildung, Familie und Kultur benötigt wird.“ "Genau an dieser Stelle müsste die Mehrheitsgruppe endlich zur Einsicht kommen und ihre Blockade gegen die Wiederbesetzung der Stelle aus Vernunftgründen aufgeben", fordert Martens abschließend.

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