„Der schwere Verkehrsunfall auf der Fahrradstraße zwischen Afferde und Hastenbeck, bei dem ein 51-jähriger Fußgänger lebensgefährlich verletzt wurde, macht mich tief betroffen. Meine Gedanken sind bei dem Verletzten und seiner Familie. Den Einsatzkräften von Feuerwehr, Rettungsdienst, Polizei und Luftrettung gilt mein ausdrücklicher Dank für ihren professionellen Einsatz,“ so der Vorsitzende der SPD-Fraktion Wilfried Binder.
Die Ermittlungen der Polizei müssen nun klären, wie es zu diesem tragischen Unfall kommen konnte. Nach den bisherigen Erkenntnissen stehen unter anderem Alkohol und möglicherweise auch überhöhte Geschwindigkeit im Fokus der Ermittlungen. Deshalb verbieten sich voreilige Schlussfolgerungen.
Unabhängig vom konkreten Unfallhergang zeigt der Vorfall jedoch erneut, wie wichtig eine konsequente Umsetzung aller beschlossenen Maßnahmen zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf der Verbindung zwischen Afferde und Hastenbeck ist.
Wilfried Binder erklärt:
“Eine Mehrheit des Rates hat sich nach intensiver Beratung bewusst für die Fahrradstraße mit geschwindigkeitsreduzierenden Maßnahmen ausgesprochen. Ausgangspunkt war ein Antrag für einen separaten Geh- und Radweg.
Der damalige Kompromissvorschlag des Oberbürgermeisters sah stattdessen die Einrichtung einer Fahrradstraße mit fünf sogenannten Berliner Kissen zur Geschwindigkeitsreduzierung vor. Diese Beschlussvorlage des Oberbürgermeisters wurde anschließend mehrheitlich vom Rat beschlossen, einschließlich der Stimme von Oberbürgermeister Claudio Griese selbst. Auch ein von ihm in Auftrag gegebenes Rechtsgutachten hat die rechtliche Zulässigkeit dieser Maßnahmen bestätigt.”
Binder betont zugleich:
“Niemand kann heute seriös behaupten, dass dieser tragische Unfall durch die Berliner Kissen verhindert worden wäre. Das werden die Ermittlungen zeigen. Unabhängig davon bleibt unsere Überzeugung bestehen, dass jede beschlossene Maßnahme, die zu einer Reduzierung der Geschwindigkeit und damit zu mehr Verkehrssicherheit beitragen kann, auch umgesetzt werden muss. Gerade auf dieser Strecke muss die Sicherheit aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer oberste Priorität haben.”
Abschließend fordert Binder die vollständige Umsetzung des Ratsbeschlusses:
“Es geht nicht um Schuldzuweisungen, sondern um die Sicherheit der Menschen. Genau deshalb erwarten wir, dass sich die Verwaltung und Oberbürgermeister Claudio Griese an dem eindeutigen Willen des Rates orientieren. Die heute bestehende Fahrradstraße geht auf einen Kompromissvorschlag des Oberbürgermeisters zurück. Dieser wurde als Beschlussvorlage eingebracht und gemeinsam mit den geschwindigkeitsreduzierenden Maßnahmen beschlossen. Umso mehr erwarten wir, dass der seinerzeit gemeinsam gefasste Kompromiss nun vollständig umgesetzt wird. Verkehrssicherheit darf gerade nach einem so schweren Unfall keine halbe Sache bleiben.”
Dieser Unfall ist einer zu viel!

  Wilfried Binder
- Fraktionsvorsitzender -