MRSA-Vorsorgeprogramm

 (= multiresistente Keime - Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus)

Antrag

Der Bund oder das Land Niedersachsen wird aufgefordert, ein normiertes Screening-Verfahren für MRSA Erkennung mit der entsprechenden Kostenübernahme durch die Krankenkassen zu beschließen. Neben dem Screening ist als weitere Vorsorge zur Keimfreiheit ein Desinfizierungsprogramm für die Hände einzuführen, damit diese als Übertragungsquelle ausgeschlossen werden. Auch hier sind die entstehenden Kosten von den Krankenkassen zu tragen.

Begründung

Nach Expertenschätzungen sind viele Menschen mit den MRSA-Keimen (Multiresistenten Keimen) infiziert oder infizieren sich. Kommt es zu Infektionen, so enden diese teils tödlich oder führen zu gesundheitlichen Schädigungen. Die Folgeschäden und Kosten sind immens und finden zur Zeit erst nach jahrelanger Prozessführung Anerkennung.
Momentan werden die Screenings von den Kassen nicht getragen, d.h. sie gehen zu Lasten der Krankenhausbudgets und werden nicht bei allen Patienten vorgenommen.

Da es gute praktikable Beispiele zum Schutz von unseren Patienten und Kliniken gibt - zu nennen sind hier Greifswald, Münster, Holland oder Norwegen wünschen wir auch für all unsere Mitbürger diese Vorsorge, die eine Verringerung des Infektionsrisikos neben erhöhter Lebensqualität und Reduzierung der Folgekosten bewirken wird. Es gibt ausreichend Studien darüber, die zeigen, dass Screeningprogramme auf MRSA im Krankenhaus kosteneffektiv sind. Die Kostenübernahme durch die Krankenkassen ist damit begründet.

Beschlossen durch die Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereins Hameln am 27.09.2012